Trouw, 18. Januar 2012

(Rezension von Christo Lelie, Ausschnitt)

Concertgebouw Amsterdam, 15. Januar 2012

Emotionale Kontraste im Recital von Severin v. Eckardstein

[…]…ein Recital, das sich in zwei stark kontrastierende Stimmungen teilte. Vor der Pause war es ein schwermütiges, dunkles Programm. ..[…]
…Die dunkle Stimmung schmolz wie Schnee unter der Sonne, als von Eckardstein nach der Pause die Glöcklein von Debussys „Cloches à travers les feuilles“ klingen ließ aus dem zweiten Buch „Images“. Auch die beiden anderen Stücke aus dieser Sammlung waren ein großer Genuss durch Eckardsteins mitreißendes, äußerst farbiges und verfeinertes Spiel. Er zeigte, dass ein deutscher Beethovenpianist zugleich ein idealer Interpret des französischen Impressionismus sein kann; diese Kombination kommt nicht oft vor.
Schließlich gab es ein großes Fest mit Schumanns Carnaval op.9. Diesen Zyklus habe ich nie zuvor so glasklar, subtil und charakteristisch gespielt gehört. Von Eckardstein wusste wie kein anderer die 21 Teile zu einer prächtigen Einheit zusammenzuschmieden.
Ein Recital, das man nicht vergessen wird!



Eindhovens Dagblad, 07. November 2011

(Rezension von Cornélie Hoendervanger)

Muziekgebouw Eindhoven, 05. November 2011

Severin von Eckardstein spielt unvergleichlich schön im Muziekgebouw,
genau wie seine vier Instrumentalisten

Als inspirierender Führer einer Gruppe von vier herausragenden Instrumentalisten (Flöte, Klarinette, Violine und Cello) sorgte der Meisterpianist von Eckardstein am Samstag für einen Kammermusikabend auf allerhöchstem Niveau.
[…]Was für eine phantastisch klangliche Balance in den tiefen und düsteren Brahms-Farben und was für ein zutiefst bewegender Vortrag! Der anspruchsvolle Klavierpart klang mühelos. Der Klarinettist Manz und der Cellist Steckel wandelten sich mit ihrem wunderbaren Spiel zu echten Sängern. Nicht mehr ein schwergewichtiger, sondern ein zarter und feinsinniger Komponist.
Eine interessante Programwahl wurde mit Mozarts herrlichem Klavierkonzert in C getroffen, von Hummel umgearbeitet zum Quartett. Auch für den Flötisten Baerten und die Geigerin Hölscher bedeutet Können Meisterschaft. Die Interpretation bebte vor Spannung und Dramatik. Jede Phrase atmete den Geist des großen Komponisten, und das vorzügliche Zusammenspiel ergab sich auch hier wie von selbst. So beseelt kann Mozart klingen! Von Eckardstein spielte seinen Solo-Part unvergleichlich schön. Von den virtuosen Kadenzen gab es vor allem eine im Finale mit einem jazzigen Rhythmus, vom Pianisten selbst?
Sehr bewegend fand ich, wie die fünf jungen Künstler ein glühendes und emphatisches Plädoyer hielten für Schönbergs Kammersymphonie […] Faszinierend brachten die leidenschaftlichen Musiker das auflodernde Temperament und die aufregenden Klang-Formationen aus dieser Partitur zur Geltung. Die phantastisch reich gezeichnete Farbpalette wurde besonders eindringlich und spektakulär erhellt -einer der "Glanz-Höhepunkte" vor den zahlreichen Zuhörern im Saal des Muziekgebouws.



Trouw, 16. Juni 2010

(Auszug aus einer Rezension von Christo Lelie,
Concertgebouw Amsterdam, 13. Juni 2010)

Mehr ein überragender Musiker am Klavier als ein blendender Pianist

[…] Er zeigte eine große Virtuosität, aber ohne irgendeine Form von äußerlicher Show mit einer außergewöhnlich reichen pianistischen Farbpalette und einer tief verwurzelten Musikalität, die mit einer gewissen Noblesse einherging. Weil sein vorrangiges Interesse ist, die tieferen Schichten der Musik freizulegen, und am allerwenigsten, mit hübschen Klängen zu kokettieren und mit Technik Eindruck machen zu wollen, kann er eher als ein überragender Musiker am Klavier als ein blendender Pianist bezeichnet werden. […]



Fono Forum, 06/2010

Rezension CD, Schubert Sonaten D840 und D959

Gemeißelt

Wer Severin von Eckardstein einmal im Konzertsaal erlebt hat, weiß, dass ihm jede Geste der Selbstpräsentation fremd ist, dass er ein strenger Anwalt musikalischer Konzentration ist. Diese seltene Qualität prägt auch seine Schubert-Aufnahmen. Gemeißelte Größe vermag er hier mit innerer Bewegtheit zu verbinden, die fast unerbittliche Präzision des Ausdrucks fordert stets die ganze Aufmerksamkeit des Zuhörers. Höhepunkt der CD ist der zweite Satz aus Schuberts vorletzter Sonate, der durch Eckardsteins seismographisch seelische Filigrangestaltung in einem bedrohlichen Nichts ausklingt.
F.S.



De Volkskrant, 15. Juni 2010

(Auszug aus einer Rezension von Lonneke Regter,
Concertgebouw Amsterdam, 13. Juni 2010)

Pianist legt Kontraste unter das Vergrößerungsglas
Der deutsche Meister sucht dies in extremen Interpretationen, eine Kombination von Kraft und Feinsinn.

[…] In Schumanns Symphonischen Etuden war v. Eckardsteins besondere Kombination von Kraft und Feinsinn bis in Detail spürbar. Die siebzehn Teile bewegten sich von brillanter Subtilität bis zu demonstrativer Gejagtheit innerhalb eines groß-orchestralen Rahmens. Die Duport Variationen v. Mozart spiegelte die zarte, feine Seite des Meisterpianisten: die neun Variationen klangen wie anmutige Krokusse auf einer Frühlingswiese. […]



Eindhovener Tageblatt, 8. Dezember 2008

Innige Beziehung zu Beethoven

Nach dem Jubel seiner zahlreichen Zuhörer spielte der deutsche Pianist Severin von Eckardstein mit der ihm eigenen Magie und Ehrfurcht noch eine besondere Zugabe: Das Finale von Beethovens Pastorale, op. 28. Was für eine Leichtigkeit, was für eine reife Musikalität! Das Piano-Genie hatte gerade zuvor sehr beeindruckend das Kaiser-Konzert von Beethoven, sein Klavierkonzert Nr. 5, vorgetragen.

Seine innige Beziehung zur Gefühlswelt Beethovens war in jeder Phrase zu hören. Sein Spiel, hoch über jedem Zweifel, strahlte ein natürliches Charisma aus. Dieses Konzert wird sehr oft bombastisch angegangen. Aber Von Eckardstein wusste seine Konzentration immer auf den wahren inneren Gehalt zu richten: des Komponisten virtuoser Mantel mit sehr feinem Innenfutter.

[…]Die Brabanter Orchestermusiker verdienen […] besonderes Kompliment, denn ihnen ist es Freitagabend gelungen, diesen besonderen Vortrag nicht zu überspielen. Um das Zusammenschmelzen beider Partner optimal zu begleiten, beugte sich der amerikanische Gastdirigent John Axelrod fast in den Flügel, um keine Note des Klavierparts zu verfehlen. […]



Tageblatt, Luxembourg, 18. Juni 2008

(Auszug aus einer Rezension von Alain Steffen)
Orchestre symphonique de la Monnaie
unter Kazushi Ono

Höhepunkt mit Eckardstein

[…] Mit Severin von Eckardstein trat anschließend einer der talentiertesten jüngeren Pianisten vor das Publikum. Der knapp dreißigjährige Musiker begeisterte mit seiner Interpretation des ungemein dankbaren 5. Klavierkonzerts von Camille Saint-Saëns. Dieses Konzert besitzt eigentlich alles, was ein guter Pianist braucht, um die Zuhörer zu verzücken. Einem ungemein farbigen und phantasievollen ersten Satz folgt ein recht originelles Andante mit vielen Anklängen an die ägyptische resp. nordafrikanische Musik, um dann mit einem sehr virtuosen und kraftvollen molto allegro zu schließen. Severin von Eckardstein beging aber nicht den Fehler, sich dem oberflächlichen Glanz der Musik zu verschreiben, wie das ja der scheinbar computergesteuerte Tastenlöwe Lang Lang immer wieder auf ärgste Weise praktiziert. Vielmehr suchte er den Dialog mit Ono und den Musikern, stimmte Farben und Dynamik mit dem Orchesterbild ab und führte die Musik immer wieder zu sich selbst zurück, indem er viele intime und sehr sensibel gestaltete Momente innerhalb der beiden ersten Sätze aufdeckte. Der große Jubel war mehr als berechtigt und Severin von Eckardstein, der hier einen der Saison-Höhepunkte in Sachen Spielkultur und Interpretation geliefert hat, bedankte sich seinerseits mit einer Zugabe von Nikolai Medtner. […]



De Volkskrant, 24. April 2008

(Übersetzung einer Rezension von Bela Luttmer zum Abschlußkonzert "Artist in Residence", Arnheim, 21. April 2008)

Ein sicherer Platz im Klavierpantheon

Alle Jubeljahre passiert es: Sie betreten den Konzertsaal so wie immer, und Sie kommen heraus als ein Anderer, reicher und stärker. In der Musis Sacrum Hall in Arnheim spielte der Pianist Severin v. Eckardstein (29) ein Programm mit Variations-Werken. Nacheinander erklangen die bescheidenen, fast ornamentalen Variationen von Josef Haydn (Andante con variazioni Hob 17/6), die komprimierten Variationen von Anton Webern, die entspannten "Papillons" von Robert Schumann and zuletzt als "pièce de résistance" die 33 Variationen, die Beethoven auf eine einfache Melodie von Diabelli komponierte. Von Eckardstein machte sich an die Arbeit wie der Rattenfänger von Hameln. Er sensibilisierte zunächst mit anmutigen Ausschmückungen, dann forderte er das Publikum auf, ihm bei der intellektuellen Annäherung an das Präzisionswerk von Webern zu folgen und zuletzt ließ er einen sich entspannt zurücklehnen. Bei den Diabelli-Variationen, nach der Pause, kamen dann alle Gefühlszustände in einem aufregenden Höhepunkt zusammen. Pianisten, die sich an Beethovens Mega-Komposition wagen, sind rar, und wer immer in der Lage ist, die Spannung bis zur allerletzten Note zu halten, der bewirbt sich um einen Platz im Pantheon der Klavierelite. Mit von Eckardstein blieb die Komplexität des Stückes völlig im Hintergrund. Was wir hörten, war zu allererst Beethoven und sein immer reicher werdendes Abstraktionvermögen, das gegen Ende seines Lebens zu seinen überirdischen Streichquartetten führte, zu einer späten Sonate und zu diesem gigantischen Zyklus von Variationen. Mit einer genauen Struktur, sparsamen Pedal und ohne Schnörkel kam von Eckardstein sehr nahe an eine pure Wiedergabe. Er wird sich um einen Platz im Pantheon nicht sorgen müssen.[…]



Pianist Magazine, Februar/März 2008

(Übersetzung einer Rezension von Marius Dawn zur neuen Medtner CD, erschienen bei Dabringhaus u. Grimm, 2007

"Dem russischen Komponisten Nicolai Medtner wurde vorgeworfen, uneingängig zu sein und nicht die schönen Melodien zu haben, mit denen Rachmaninov seine Kompositionen so verschwenderisch überzog. Wie mit jeder ernsthaften Musik von Komponisten, die nicht darauf aus sind, unmittelbar Eindruck zu machen, zeigt auch die Musik von Medtner ihren ganzen Wert, wenn man sie mehrmals hört. Severin v. Eckardstein katapultierte sich durch den Leeds Wettbewerb zu plötzlicher Bekanntheit, und seine neue Veröffentlichung von 2 Medtner Sonaten, zusammen mit einer Handvoll kleinerer Kompositionen aus der früheren bis mittleren Schaffenszeit, ist zweifellos die wichtigste Medtner Einspielung, die ich kenne seit den wegbereitenden Aufnahmen von Geoffrey Madge. Die kurze, konzentrierte Sonata tragica erfährt eine Interpretation wie Peitschenhieb, die einem den Atem verschlägt – in der Tat werde ich mich freudig verabschieden von meiner alten Madge Interpretation dieser Sonate. Das Hauptwerk, die "Night Wind Sonate" ist einfach ein Triumph von Anfang bis Ende. Wenn auch nur eine einzige Medtneraufnahme in Ihrer Sammlung sein soll, dann nehmen Sie diese!"



Huffington Post, 14.November 2007

(Übersetzung einer Rezension von Ivan Katz zum Rezitalabend Severin v. Eckardstein am 13. November in der Reihe "Horowitz" in Yale)

"Hut ab, meine Herren"

[…]Ich habe eine sehr, sehr lange Zeit gewartet, bis ich einen jungen Pianisten hörte, der eine erstklassige Technik, einen bohrenden Intellekt, einen instinktiven Zugriff auf das Emotionale in der Musik und Geschmack mit einander verband.[…]

An diesem Konzertabend in der Sprague Hall in der Yale Universitä (als Teil der 2007/08 Klavierreihe "Horowitz") eröffnete Severin von Eckardstein mit dem Wagemut der Jugend das Programm mit Franz Schuberts A-Dur Sonate D959, ein Werk aus Schuberts letzten Wochen.[…] Jemand, der sich diesem Werk nähert, benötigt ein paar Dinge, die heutzutage eher selten sind: Unerbittliche Genauigkeit, ein erstklassiges lyrisches Verständnis, die Fähigkeit, Auswegloses ausleuchten zu können, eine äußerst saubere Artikulation und die standhafte Weigerung, das Stück mit billigen Effekten zu versehen.[…]

Von Eckardstein nahm intellektuellen Zugang zu dieser Sonate. Offenen Herzens schürte er die Gefühle knapp unter der Oberfläche, und wenn sie hervorbrachen, taten sie es mit voller Kraft. Es gurrte und liebkoste und dann explodierte es. Es war gut, dieses Stück als einziges vor der Pause zu spielen. Das Publikum brauchte die Unterbrechung, um wieder zur Besinnung zu kommen.

Die zweite Hälfte begann mit Franz Liszts Sonate 123 del Petrarca aus den Années de Pélerinage. Von Eckardstein nahm sie langsam und mit der größten Zurückhaltung, wodurch ein Effekt entstand, der tief bewegend war. Nach der kürzesten aller Pausen startete er unmittelbar in die Ballade Nr. 2 von Liszt. […] Der Kontrast zu der beschaulichen Petrarca-Sonate hätte nicht größer sein können. Diese Musik entfesselte sich in einem Sturzbach von Noten mit der Wirkung einer Kanone, die im Nebenzimmer abgeschossen wird. Das war Liszt in seiner aufregend-grellen, mitreißenden Form, aber oh Wunder: ganz ohne Plattitüden oder billige Effekte.

[…] Was ich Ihnen sagen kann, ist, dass ich in die Sprague Hall ging, um wieder einen von diesen Nullachtfünfzehn-Pianisten mit großen Fingern, wenig Verstand und ohne Geschmack zu hören … und ich kam heraus, wie betäubt in der Gewissheit , dass Severin von Eckardstein diese Gaben besitzt. Der Kritiker sagt: "Lasst uns an dieser Einschätzung festhalten, bis wir mehr von ihm hören." Der Musikliebhaber ist etwas weniger umsichtig. Hut ab, meine Herren, ein Genie!


zum gleichen Konzert schrieb

The Hartford Courant 15. November 2007


(Übersetzung (Auszug) einer Rezension von Jeffrey Johnson

"Gentle poet of pianism"

[…] Er betrat ruhig die Bühne und nach etwa 20 Sek. des Innehaltens begann er mit der Schubert Sonate A Dur D 959, die die erste Hälfte des Programms darstellte. Das eröffnende Allegro nahm er mit entspanntem Tempo, eher auf der langsamen Seite. Nach den ersten 6 Takten entfesselte er seine geheime Waffe; ein warmes, ruhiges Spiel mit großer Vielfalt in Anschlag und Schattierung. […]

Auch in der Appassionata kam ein eher ruhigeres Spiel zum Ausdruck, aber von Eckardstein gab auch der außerordentlichen Wildheit Nachdruck, die dieses Werk verlangt, und die im Presto codetta des letzten Satzes ihren Höhepunkt findet, wo er lautestes und leisestes Spiel bei größtenTempi kontrastierte und unmittelbare Standing Ovations auslöste.

Von Eckardsteins musikalisches Verständnis formt die akustischen Balancen eines vertrauten Repertoires um, und mögen sie auch nicht überall Anklang finden, die Möglichkeiten scheinen ein reiches Potential zu bieten. Den ganzen Abend hindurch spürt man eine besondere Interpretenpersönlichkeit.



De Volkskrant, 24. April 2007

(Übersetzung einer Rezension zum Rezitalabend Severin v. Eckardstein am 22. April in der Reihe Meisterpianisten im Concertgebouw, Amsterdam)

„Geniales Stück Schmiedekunst

- Musik von Holliger und Liszt meisterhaft miteinander verbunden
- Publikum zu Tränen gerührt

So etwas hat es vorher noch nie gegeben: Ein Pianist, der Heinz Holligers Drei Nachtstücke Elis hinüberfliessen lässt in die meisterhafte h-moll Sonate von Franz Liszt. Severin von Eckardstein (Düsseldorf, 1978) tat dies bei seinem zweiten Auftritt in der Reihe Meisterpianisten.

Er ließ die fließenden Klangwolken verharrend in Liszts sachtes, dumpfes Grollen hineinziehen und lieferte so ein geniales Stück Schmiedekunst. Das Bekannte und das Unbekannte, Schemenhaftes und Reales traten so in eine Beziehung zueinander, die beiden Seiten zugute kam. Vor allem die Sphärenstücke von Holliger bekamen mit rückwirkender Kraft noch besondere Akzente, aber auch die Sonate klang frischer und weniger belastet vom Erbe von Generationen von Klavierlöwen, die vor allem das Virtuose in diesem Stück feierten.

Bei von Eckardstein kommt nicht das musikalische Powerplay an die erste Stelle. Er deutet die Komposition als einen großen Roman mit Hauptpersonen, die in stets wechselndem Zusammenhang stehen. Sie nehmen Umgebendes in sich auf und werden hierdurch beeinflusst, und doch behalten sie ihre eigenen Charakterzüge. Von Eckardstein schont sie nicht. Er lässt sie peitschende Stürme in Liszts Oktavpassagen durchstehen und legt ihnen mit schmetterlingsleichtem Anschlag eine tröstende Hand auf die Schulter.

Sein herrschaftlich reicher Ton und seine verblüffende Einfühlung in musikalische Strukturen lassen den Atem stocken. Selbst der Veranstalter dieser Konzertreihe, Marco Riaskoff, doch an Klavierspiel schwersten Kalibers gewöhnt, musste aus dem Nachhall von Eckardsteins Spiel mit feuchten Augen zurückfinden in die Realität. Und der junge Großmeister hatte noch weitere Überraschungen in petto.

Nach der Pause knüpfte er an seine von Elis herkommende Linie an. Auch in der sechsten Sonate von Prokofiev setzte er die nächtliche Sphäre fort. Neben dem bekannten Repertoire spielte er ein neues Werk des Komponisten Martin Herchenröder, der ihm seine Dritte Klavieretüde Paul-Klee-Blatt IV: Geröll gewidmet hat. Herchenröder (1961) sucht das Gegenüber von zarten Farben und rhythmischer Flächenaufteilung in Klees Werk. Dieses übersetzte er in jazzartige Rhythmen und in sanfte Farbunterschiede zwischen mit Fingern gezupften Klaviersaiten und zarten, traditionell bespielten Tasten. Die Komposition vom Januar 2007 fällt nicht durch erneuernde Formeinsichten oder spektakuläre Timbres auf, aber sie präsentiert sich unaufdringlich als musikalisches Sphärenstück.

In diesem Sinne passt das Stück ausgezeichnet zu von Eckardstein. Er ist keine flamboyante Medienfigur. Er präsentiert sich auch in weniger bedeutenden Konzertsälen und bei kleinen, sorgfältig arbeitenden Plattenlabels. Aber sein musikalisches Interesse ist so breit und die Kraft seiner Botschaft so zwingend, dass diese Periode im Windschatten nicht lange dauern kann. Er gehört zu den faszinierendsten Pianisten seiner Generation.”


zum gleichen Konzert schrieb
NRC Handelsblad, 23. April 2007


"… Der überaus sensible von Eckardstein legt seine ganze Seele in jede Note und bereitet damit sublime Momente. Sein verfeinertes, eindringliches, poetisches und individuelles Spiel lässt an große Pianisten früherer Zeiten denken, so an Wilhelm Kempff. Unverfälschte Romantik und Jahrhunderte europäischer Kultur klingen auf. Der Tiefgang, mit dem von Eckardstein sechs Lieder ohne Worte von Mendelssohn über die vermeintliche Stufe eleganten Zeitvertreibs erhob, war beeindruckend und ergreifend. "Elis" 3 Nachtstücke für Klavier (1961) von Heinz Holliger und die europäische Premiere von Paul-Klee-Blatt IV: Geröll (2007) von Martin Herchenröder vermittelten sich durch die emotionale Mitgift, womit von Eckardstein auch die meist abstrakten Passagen färbte.

Großartig und mitreißend flammten Leidenschaft und Lyrik in der h-moll Sonate von Liszt auf. Der Höhepunkt war von Eckardsteins "orchestrale" Wiedergabe von Prokofievs Sechster Sonate, worin er von Himmel und Hölle träumte und von allem dazwischen."



Mannheimer Morgen, Februar 2007

Mendelssohn Klavierkonzert Nr. 2
mit der Königlichen Philharmonie von Flandern unter Philippe Herreweghe

" Zugaben sagen vieles aus. Über Pianisten zum Beispiel. Mit einer Zugabe kann der Tastenkünstler, zumal nach einem Klavierkonzert,noch einmal solistisch brillieren, technische Versiertheit beweisen, Vielseitigkeitdemonstrieren. In jedem Fall natürlich Eindruck schinden. Gemessen an diesen Kriterien warjener Nachschlag, den Severin von Eckardstein seinen atemlos verharrenden Zuhörern beim jüngsten Pro-Arte-Konzert im Rosengarten servierte, alles andere als eine Zugabe.

Edvard Griegs Elegie aus der Sammlung der Lyrischen Stücke entbehrt sämtlicher Merkmale, die man einem Bravourstück zuordnen mag. Sie ist vor allem ganz viel Klingende Poesie. Ein wehmütiger Hauch. Zum Ende hin lässt von Eckardstein die Töne wie Aquarellfarben zerfließen. Das ist insofern konsequent, als er zuvor auch bei Felix Mendelssohn Bartholdys zweitem Klavierkonzert den Virtuosen in der Umkleidekabine gelassen hat. Von Eckardstein deckt jede Nuance dieser verschatteten d-Moll-Melancholie auf. Sein Spiel zeugt von emotionaler Tiefe. Er nutzt auch die Stille zwischen den Tönen und schöpft die Zeitpotenziale kreativ aus... "

 

PIZZICATO, Luxemburg, Februar 2007

Gelegentlich treffen Sensibilität und Jugend aufeinander

CD Portrait: Severin von Eckardstein
Edition Klavier-Festival Ruhr
Werke von Mozart/Hummel, Schubert, Ravel und Prokofiev

" Ein bemerkenswerter Pianist mit einem exquisiten Programm: Die Vorstellung des jungen Pianisten Severin von Eckardstein, eingespielt beim Klavier-Festival Ruhr, beinhaltet u.a. zwei Konzerte für Klavier und Orchester von Mozart in der Version für Kammerorchester … [Bearbeitung von N.Hummel]…Eckardstein respektiert die expressive Spielweise der Entstehungszeit, doch interpretiert er den Solopart rücksichtsvoll gegenüber der zurückhaltenden Begleitung und gestaltet die Übergänge äußerst einfühlsam. Der betont melodische Vortrag beflügelt den jungen Virtuosen zur einfallsreichen und bezaubernden Entfaltung seines Könnens. Die zweite CD präsentiert Werke für Piano solo; zweifellos brillant ist Eckardsteins Schubertinterpretation, etwas blasser der brave Ravel. Prokofiev bietet ihm dagegen mit der 4. Sonate Anlass, die extrovertierten, feurigen und düsteren Seiten seiner Persönlichkeit auszudrücken. Auch hierbei kann sich dieser wunderbare Pianist auf seine feine Sensibilität verlassen, die ihn vor den Klippen billigen Geschmacks bewahrt, und die ein idealer Garant für klassisches Repertoire darstellt. Zu verfolgen! "

 

Algemeen Dagblad, Den Haag, 22.01.2007

Warmherziges deutsches Zusammenspiel beim Residentie Orkest

Schumann Klavierkonzert im Philipszaal, Den Haag

" Severin von Eckardstein gewann 2003 den bedeutenden Königin Elisabeth Concours und spielt in dieser Saison zum zweiten Mal in der Serie Meisterpianisten im Concertgebouw Amsterdam.  Er verbindet eine verblüffende Technik mit Musikalität, Empfindsamkeit und Ausdruck. In Schumanns Klavierkonzert legte er träumerisch sinnend die Musik manchmal beinahe still, aber auch dann behielt er die Struktur genau im Auge. Das Andante grazioso klang so, wie der Komponist es sich vorgestellt haben muss: Wie eine intime Liebesidylle. Von Eckardstein ließ das Klavier singen wie einen schüchternen Liebhaber, der seine Liebe von einer zärtlichen Geliebten (Streicher und Bläser) beantwortet sieht. Virtuos, aber besonders auch feinfühlig war das Finale. In Claus Peter Flor und dem Residentie Orchester fand von Eckardstein ihm zugeneigte Partner... "

 

Hannoversche Allgemeine Zeitung, 20.10.2006

Beherrscht und Beherzt

Severin von Eckardstein und das Szymanowski-Quartett

" ... am frappierendsten ist wohl die hingebungsvolle Ernsthaftigkeit, mit der von Eckardstein zum musikalisch Wesentlichen vordringt. Er besticht, ohne sich vorzudrängeln. Obgleich er unzweifelhaft das geistige Zentrum einer feinnervig-feurigen Interpretation von Antonin Dvŏráks Klavierquintett op. 81 ist, gewährt der hellhörige junge Pianist seinen engagierten Kollegen stets genügend Raum, um ungehemmt in purer Klangschönheit zu schwelgen. Und weil er über einen ungemein plastischen, gesanglich-gerundeten Klavierton verfügt, ergibt sich der optimale Verschmelzungsgrad mit dem Streicherklang fast wie von selbst – superb! ... "

 

Kölner Stadtanzeiger, 21.08.2006

Das Glück des Anfangs

" Ein gut erholtes Gürzenich-Orchester und ein bemerkenswerter junger Solist bescherten in der Kölner Philharmonie ein gelungenes erstes Abo-Konzert. Wohl und Wehe in Beethovens viertem Klavierkonzert hängen ja zu einem Gutteil von den ersten fünf Klaviertakten ab. Haben die Akkordrepetitionen nicht die nötige Innenspannung, formt sich nicht die Sekundenmelodie darüber zur Linie, kann man den Rest fast schon vergessen.

Der 28-jährige Severin von Eckardstein freilich spielt und gewinnt mit dieser hochpoetischen Eröffnung: Der Mann mit dem klangvollen Namen ist ein hochsensibler Künstler mit einem leidenschaftlich-absolutem Gestaltungswillen, unter dessen Händen nichts dem Zufall überlassen bleibt, sondern alles wesentlich wird - ohne Zeigefinger und ohne jede Allüre. Im Forte nie vordergründig donnernd, mit einem schlanken, fein ziselierenden, gelegentlich schon Chopin-nahen Anschlag und einem hoch entwickeltem Sinn für die lyrischen Valeurs der Partitur, stiftete er reines Beethoven-Glück... "

 

klassik.com, Magazin, 05.04.2006

Drammatico Parlando

CD: Piano Music, Alexander Skrjabin
Kritik von Tobias Pfleger

" ... Die Bezeichnung des ersten Satzes der Dritten Sonate in fis-Moll
op. 23, ‘ Drammatico ’, nimmt von Eckardstein wörtlich: Höchste Konzentration und Expressivität werden darin zu mit pianistischem Furor zusammen gedrängt. Der Klavierklang ist hier vollmundig, kräftig und dramatisch; allein das Seitenthema bietet ein Refugium zarter Melodien und lichterer Farbenspiele, ehe die energischen Auftaktfiguren im Bass zurückkehren. Von Eckardstein zeigt hier, dass er nicht nur in den kleinen Formen den charakteristischen Ton des Stücks trifft, sondern in der Sonate zudem einen Spannungsaufbau über weite Strecken zu gestalten weiß. Das Scherzo wird von untänzerischen Bewegungen bestimmt, melodische Grazie entfaltet sich im Trioteil, von Eckardstein verhalten spielerisch interpretiert. Vom ‘Andante’ bis zum Ende des Schlusssatzes herrscht ununterbrochene Spannung. Die schmerzliche Chromatik wird expressiv gestaltet, die Dynamik geht in Extreme. Die von Skriabins erweiterter Tonalität beherrschte Achte Sonate op. 66 zwingt von Eckardstein unter einen großen Bogen, der größte Gegensätze unter sich vereint."

 

Nordjyske Stiftstidende, Aalborg, 18. Februar 2006

Lyrisches Klaviertalent

" ...Als Solist war der junge Severin v. Eckardstein wie eine frische Brise in Schumanns Klavierkonzert … eine Entdeckung … , weil er sich ganz offenbar von der Rolle des muskulösen Klavierspielers distanzierte. Sein transparenter Klang befreite Schumanns lyrische Melodik, unterstützt von diskreten musikalischen Pointen und gab (uns) ein berührendes Erlebnis, besonders im Duett mit der Soloklarinette im ersten Satz und im langsamen Satz. Von Eckardstein formte den dritten Satz mit seinen leggiero-Passagen mit derselben Klarheit und Transparenz..."

 

Washington Post, 17. Oktober 2005

Von Eckardstein: A Real Earful

"Den Deutschen Pianisten Severin von Eckardstein, der am Samstag Nachmittag im Kennedy Center Terrace Theater ein hinreißendes und tief poetisches Washington Debut-Rezital spielte, hat ein Holländischer Kritiker bereits als den „neuen Horowitz“ bezeichnet. In Wahrheit ist er noch viel besser als das: Er ist der erste und einzige Severin von Eckardstein – und das will eine Menge heißen.

Ich denke jedoch, dass ich die Reihenfolge genau umgedreht hätte. Eckardstein begann mit Robert Schumanns Fantasie C-Dur (op.17), ein Meisterwerk von einer dermaßen tiefgehenden Intimität und verwundernden Zartheit, dass danach eigentlich nichts mehr folgen sollte - außer Tränen. Und es war tatsächlich eine phantastische Darbietung, gespielt mit unendlicher Sanftheit: Eckardstein verkündet nicht, er bekennt, eine Eigenschaft, die ganz besonders zum Finale passt, einem allmählich sich entwickelnden ekstatischen Delirium, wie man es in der Musik vor Richard Wagners „Tristan und Isolde“ sonst nicht kannte. Doch der 27-jährige Pianist hat auch das Zeug, durch all die Sprünge in den Schlußtakten des Mittelsatzes zu schwirren, eine der schlimmsten Minuten für Pianisten im gesamten Repertoire..."

 

Piano, 5/2005:

"CD des Doppelmonats"

Severin von Eckardstein (Klavier)
Alexander Scriabin:
- Sonatas 3 und 8
- Préludes op. 11

" ...Allein schon in den früh entstandenen Préludes Op. 11 zeigt sich das immense Verständnis von Eckardsteins. Die zahlreichen Seufzermotive kann er mit Verve und vor allem mit einer grandiosen Sensibilitat für den Klang umsetzen. Dabei findet er aber auch zu den Ausbrüchen, die Skrjabins Musik (wie Persönlichkeit) so stark kennzeichnen und immer wichtiger in seiner Musik werden. Fast bis zum Verschwinden gestaltet er beispielsweise den Schluss des Préludes Nr. 4, weiß dennoch auch die zyklische Dramatik zu durchweben und in Prélude Nr. 20 zu dem richtig verstandenen „Appassionato"-Höhepunkt zu führen. Dass solch ein Pianist auch die hier zu hörenden Sonaten Nr. 3 und die zu den späten Sonaten zu zählende Nr. 8 mit dem richtigen Gespür für die innere Idee der Neuschöpfung von harmonischen Verhältnissen sowie der strukturellen Verarbeitung der Sätze zu bewältigen versteht, erstaunt da nicht mehr. Und dennoch: Gerade die Sonate Nr. 3 Op. 23 fis-Moll wird nochmals zu einem deutlichen Statement eines jungen Pianisten mit Fähigkeïten, wie man sie nur selten findet. Severin von Eckardstein durchschreitet die Wildheit des ersten Satzes ebenso geschlossen und mit dem natürlichen Gespür für die Kernaussagen und den Zusammenhalt, wie er im letzten Satz das Werk grandios in einem rauschartigen Zustand mit der notwendigen Ruhe für die dramatisch wichtigen Momente enden lässt. Severin von Eckardstein legt hier eine Skrjabin-CD vor, die in die absolute Oberklasse gezählt werden darf. Schon lange habe ich keine solch gute Skrjabin-Interpretation mehr gehört. Dieser noch so junge Pianist ist ein Talent, das die Fähigkeit hat, auch in Zukunft wieder einmal zu zeigen, dass auch aus Deutschland große Talente kommen. "

 

Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, 03. Juni 2005:

"Geheimtip
Severin von Eckardstein in Schwetzingen"

"Wenn ein junger Tastenvirtuose gleich bei zwei der angesehensten Klavierwettbewerbe…als Sieger hervorgeht und auf seinen beiden ersten ersten Plattenveröffentlichungen statt des üblichen Bravourrepertoires ausschließlich moderne Klassiker des 20. Jahrhunderts versammelt …, so spricht das für eine ungewöhnlich selbstbewusste und ausgereifte Künstlerpersönlichkeit. Und in der Tat hat man in den letzten Jahren kaum einen - zumal deutschen - Nachwuchspianisten erlebt, der als Mittzwanziger bereits über ein derart ausgewogenes Maß an gestalterischen und klanglichen Fähigkeiten verfügt…

Wie liebevoll er die sechs späten "Moments musicaux" D 780 in all ihren koloristisch-kantablen Facetten ausleuchtete und zugleich als großes poetisches Ganzes erfahrbar machte, bezeugte tiefes Verständnis für die bekanntlich ebenso unscheinbare wie komplexe Klavierlyrik des Komponisten. Sogar relativ abgedroschene Wunschkonzert-Nummern wie das versonnene As-dur Andantino oder das einsam populäre "Air russe" f-moll gewannen in dieser von Eleganz und Wärme gleichermaßen durchdrungenen Wiedergabe zauberische neue Frische und Anmut - eine Meisterleistung. Severin von Eckardstein ist mit dieser phänomenalen, dringend nach Fortsetzung verlangenden Schubertdeutung quasi aus dem Stand in die Brendel-Liga aufgestiegen….

Die drei restlichen, originell gewählten Programmbeiträge bestätigten das Ausnahmetalent … in jeder nur erdenklichen Hinsicht: grandios schon die ebenso weiträumige wie nuancenreiche Emphase in Sachen César Franck ("Prélude, Choral et Fugue"), genauestens profiliert die extravagante Charakterisierungskunst der Rachmaninowschen Corelli-Variationen op 42 (…), höchst farbdelikat und eloquent schließlich die wenig gespielte vierte Prokofiew-Sonate c-moll, op 29, mit ihrem besonders vielfältigen Stimmungsspektrum zwischen dunkler Melancholie und funkelndem Übermut.

Die Aufzeichnung dieses zu recht gefeierten und mit zwei exquisiten Zugaben … gekrönten Recitals im vollbesetzten Jagdsaal des Schwetzinger Schlosses...(wurde)...am 11. August von 10.30 bis 12.00 Uhr in SWR 2 gesendet"

 

Eindhovens Dagblad, 26. April 2005 (Translation)

A New Horowitz

" Many music lover’s ears still resound the sublime playing of the young German Severin von Eckardstein during the final of the Queen Elisabeth Competition 2003 in Brussels. With surprising interpretations of Beethoven and Prokofiev, he not only won the competition but also, and especially, the hearts of the listeners.

On Sunday evening the 26 year old pianist descended the long stairs of the Amsterdam Concertgebouw to make his debut in Riaskoff’s prestigious concert series with a unique, historical performance. From the moment the introverted young man, sitting crookedly and concentrated behind the piano, touched the keys, a miracle took place. Immediately a musical spark jumped.

The secret of a great artist usually lies in a special fusion of the creator with the transformer, in which both identities can be maintained, with the score being the centre...…"

 

Haagsche Courant, 19-04-2005 (Übersetzung)
"Severin von Eckardstein: Pianist that has everything"

"…The recital that he gave in Utrecht last night was breathtaking and often moving, but never oversensitive, let alone sentimental.
Besides poetic sensitivity his playing also conveys a high level of intellectuality. Eckardstein possesses a profundity with which he sometimes reaches the height of his older Russian colleague Sokolov. He also can surely play César Franck's "Prelude, Choral et Fugue" as masterfully.
Moreover, the in 1978 German born pianist is able to evoke a truly magical sound, as in Schubert and Skriabin, in the manner of another great Russian, Volodos.
In ten pieces from Prokofiev's ballet music "Romeo and Juliet" Eckardstein did justice to the percussive style of the composer. Neither the way in which he played the distressing farewell music, nor his performance of a movement from Messiaen's "Catalogue d'oiseaux" will easily be forgotten."

 

De Telegraaf, 18. Maart 2005:
"Von Eckardstein reikt naar Olympus"...

"Het is bij pianisten als bij schaatsers: specialisten lopen er bij bosjes rond, naar allrounders moet je met een lampje zoeken. De jonge Severin von Eckardstein reikte deze week met een spectaculair recital in het Arnhemse Musis Sacrum meteen maar naar de Olympus van het algemeen klassement. Hij heeft alle mogelijkheden die ook daadwerkelijk te bereiken..."

 

Wiesbadener Tagblatt, 30. Nov. 2004:

"…Schon bis hierher hatte Eckardstein seine außergewöhnliche Wandlungsfähigkeit, die Bandbreite seines Ausdruckvermögens in ausgezeichneter Hochform demonstriert. … Er entwickelte ein Kaleidoskop in der Entfaltung von Farbwerten, es feinste luzide Pastellzeichnung neben vitalem Zugriff, jede einzelne Miniatur differenziert ausgeleuchtet, die schwierigsten Passagen in stupender, brillanter Technik gemeistert - ein Abend der pianistischen Sonderklasse. Hier paaren sich Können, Gefühl und Intellekt auf das Glücklichste, der Weg zur großen Karriere zeichnet sich ab."

 

Diaposon, Paris, octobre 2004 :

"Après une Fantasie de Schumann adolescente et puissante, ce qui n'est pas si fréquent, Eckardstein laissa s'exprimer son sens du rythme et de la couleur en cajolant l'un des Oiseaux de Messiaen, le Coulis cendré accompagnant ainsi, pour une fois les cigales de Provence. Le jeune homme à l'allure d'un héros balzacien conclut ensuite avec un Gaspard de la nuit étonnant car sanguin et romantique, mais parfaitement dosé et immédiatement captivant. A suivre, vraiment. "

 

Abendzeitung, München, vom 10.03.2004:

"… eine makellose Klaviertechnik von perlender Geläufigkeit, eine Klangkultur und -ästhetik von noblem Geschmack und bis in letzte Winkel ausgelotete Phrasierungskünste…"

 

L'Orient - Le Jour, Beirut, le 4 mars 2004 :

" Severin von Eckardstein, un virtuose au répertoire sans frontières "

 

Le Soir, Belgique, le 2 février, 2004 :

" Severin v. Eckardstein, poète et artiste "

 

Financial Times, Jan. 26, 2004:

"Young Eckardstein, 26 this year, is a special pianist. He came third in the 2000 Leeds Competition, which many thought he should have won, as he's done in others since then. At the Wigmore (London) he offered a programme that displayed his full range in several different modes and scored a triumph…Eckardstein's piano playing is unique through his infinitely precise gradations of touch and timbre. His pedalling is ultra-deft. Different levels in his chosen pieces all get their own distinctive climates, hectic or serene, lending astonishing depth. And his playing is always crystalline: sparkling even at some coolly judged distance or other, transparent and tingling. Everything is ultra-lucid, without bluster or dramatic fudge…"